Photobooth | Ein Spaß auf jeder Party ...und was mein Studium damit zu tun hatte

Wie es began...

Ilmenau, September 2016, mein Professor liest sich gerade mein Exposé für meine Bachelorarbeit durch. Nach einigen kleinen Anmerkungen gibt er seine Freigabe. Ich darf mein Thema anmelden. YES! Ich werde mein Studium mit der Entwicklung einer Photobooth beenden.

Photobooth

Lange Zeit war ich auf der Such nach einer geeigneten Thematik. Denn ein wenig Interesse sollte schon vorhanden sein, damit das Projekt Abschlussarbeit nicht gegen den Baum geht. Themen aus dem Bereich der Fotografie waren zwar auch von der Uni ausgeschrieben, aber lag der Schwerpunkt hier hauptsächlich im Bereich technisch Optik oder Qualitätskontrolle im maschinellen Bereich. Nichts was mich jetzt sofort getriggert hatte. Freunde mussten mich erst auf die Idee bringen über die Entwicklung meiner Photobooth zu schreiben. Hätte man ja auch selbst drauf kommen können. Schnell noch einen wissenschaftlichen Titel überlegt und die Mail an den Professor wurde versendet.

Planung, Konzept, Ideen...

Nach der Zusage für das Thema, bestand mein nächster Schritt nun daraus, mir Gedanken zu machen, wie ich die Photobooth denn umsetzen möchte. Für die Box stand fest: sie sollte kompakt, leicht und einfach zu bedienen sein. Keine Photobooth-Schrankwand, die ich ohne Radlader nicht bewegen kann. Eine passende Holzkiste fand ich zufällig bei ebay Kleinanzeigen. Dies ersparte mir einige Stunden, in denen ich ratlos in der Holzabteilung des nächsten Baumarktes gestanden hätte.

Dafür konnte ich nun mehr Zeit in die Wahl der Technik investieren. Dass als Kamera eine Spiegelreflexkamera zum Einsatz kommen wird, stand zwar nicht zur Debatte, aber wie diese gesteuert wird. Der Platz in der Kiste war begrenzt, darum waren Laptop oder PC schonmal raus. Ein Tablet wäre schön gewesen, aber die Kommunikation mit der Kamera war nicht wirklich zufriedenstellend. Deshalb fiel die Wahl letztendlich auf ein Raspberry Pi mit Touchscreen. Kompakter Aufbau, sehr große Kompatibilität und eine riesige, sehr hilfsbereite Community.

Viele Stunden Youtube-Python-Tutorials schauen (irgendwie muss man ja die Programmiersprache lernen), noch mehr Trial and Error und einige Prototypen-Tests später, nahm dann das ganze Projekt auch Form an. Die Technik fand ihren richtigen Platz in der Box und die Software funktioniert (bis jetzt) fehlerfrei. Jetzt musste nur noch alles in einer wissenschaftlichen Form niedergeschrieben werden. Klingt ja einfach. #justkidding

6 Monate später...

Die Abschlussarbeit ist geschrieben, gedruckt und abgegeben.
Die Photobooth ist fertiggestellt und einsatzbereit.
Das Studium ist beendet.

Wie geht es jetzt weiter mit dem Projekt? Neue Ideen für die Photobooth habe ich immer wieder. Wie weit sich diese umsetzen lassen wird sich in Zukunft zeigen. Der Winter naht und es kommt wieder die Zeit in der man im Keller basteln kann. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Photobooth